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Wirtschaftsforum Albanien und Kosovo: Dialog mit Unternehmen zur Modernisierung von Wirtschaft und Rechtsrahmen

Albanien und Kosovo sind für Unternehmen ein interessanter Standort gerade in den aktuell geopolitisch schwierigen Zeiten. Der auch von demokratischem Wandel begleitete wirtschaftliche und gesellschaftliche Fortschritt in den nach wie vor von Investoren und Handel vielfach unbeachteten Ländern bietet Investoren und Handel bei allem noch bestehenden Reformbedarf ungenutzte Geschäftsfelder, so das Fazit der Veranstalter des Wirtschaftsforums „Albanien und Kosovo – Perspektiven für deutsche Unternehmer“, das am 29. April 2016 in der Handelskammer Hamburg stattfand. Mit ausgewiesenen Wirtschaftsexperten beider Länder diskutierten in der Handelskammer über dreißig interessierte Unternehmen und Beratern. Im Mittelpunkt standen weniger die Politik als vielmehr die konkreten wirtschaftlichen Perspektiven und die Anforderungen an einen modernen und verlässlichen Rechtsrahmen.

DAW-Präsident Hans-Jürgen Müller mit Ornela Alickaj von der albanischen Botschaft,
OMV-Geschäftsführerin Ute Kochlowski-Kadjaia,
Susanne Küchmeister von der Handelsammer Hamburg
und Lulzim Pllana von der kosovarischen Botschaft

Neben dem Ausbau der Infrastruktur als entscheidende Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und der Attraktivität für ausländische Investoren und bilateralen Handel mit Deutschland wurde als ein wichtiger Schritt die unausweichliche und aus Sicht ausländischer Unternehmen dringend erforderliche Umsetzung von Rechtssicherheit und einer Justizreform angesehen. Rechtliche Verlässlichkeit und Stetigkeit sind für deutsche Unternehmen wesentliche Voraussetzung für ein nachhaltiges Engagement vor Ort. Beide Länder können für Investoren und Handel ein attraktives Umfeld aufweisen, so die Veranstalter. Neben der Nähe zu europäischen und regionalen Partnerländern sind dies insbesondere günstige Arbeitskosten, motivierte und überwiegend junge Arbeitskräfte, eine hohe IT-Affinität sowie einfache Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen und die Zusammenarbeit von Unternehmen.

Ausländische Unternehmen sehen sich jedoch mit intransparenten Ausschreibungen und Rechtsverfahren konfrontiert, was auf das Geschäftsklima ausländischer Investoren drücke, so zusammenfassend eine kritische Einschätzung aus einer aktuellen Umfrage zu Lage und Perspektiven in der Region bei ausländischen Investoren. Während des Forums wurden jedoch auch Beispiele für unternehmerische Perspektiven in den Sektoren Rohstoffe, Konsumgüterversorgung, Leicht- und Metallindustrie, sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse aufgeführt und dabei die Empfehlung angesprochen, dass für unternehmerischen Erfolg in der Region verlässliche und seriöse Partner vor Ort ein wichtiger Baustein seien.

Mit Informationen und Hinweisen zur wirtschaftlichen Lage und den Perspektiven für Unternehmen standen neben DAW-Präsident Hans-Jürgen Müller den Teilnehmern Albert Matoshi, Geschäftsführer, Kosovarisch-Deutsche Wirtschaftsvereinigung, Pristina, und Anette Kasten, langjährige Geschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelsvereinigung in Albanien zur Verfügung. Einen politischen Ausblick zogen Ornela Alickaj, erste Sekretärin der Botschaft der Republik Albanien in Berlin, und Lulzim Pllana, Botschaftsrat an der Botschaft des Kosovo in Berlin. Über ihre Erfahrungen und Einschätzungen zu den Themen Erschließung und Handel mit Rohstoffen in Albanien und zu den Perspektiven für die Konsumgüterindustrie in der Region berichtete Thomas Wittstadt, DAW-Vizepräsident, Münster. Kole Gjoka, Repräsentant der Handels- und Industriekammer von Tirana für Hamburg und Schleswig-Holstein, führte konkrete Anforderungen an die bilaterale Zusammenarbeit aus. Ute Kochlowski-Kadjaia moderierte abschließend eine Diskussion der Podiumsteilnehmer und des Auditoriums. Susanne Küchmeister, stellvertretende Geschäftsführerin in  der Handelskammer Hamburg, zog als Fazit, dass beide Länder interessante Perspektiven bieten und dabei die Chancen die Herausforderungen überwiegen.

Das Wirtschaftsforum wurde federführend von der Handelskammer Hamburg und der Deutsch-Albanischen Wirtschaftsgesellschaft in Kooperation mit der Deutsch-Kosovarischen Wirtschaftsgesellschaft, dem Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft und dem AGA Unternehmerverband Hamburg organisiert. Mit dem Forum knüpfen die Veranstalter auch an die 4. Deutsch-Albanische Wirtschaftskonferenz in Hamburg am 10. Juni 2010 an. Wie bereits diese Konferenz fand das Wirtschaftsforum großes Interesse, um Impulse für Investitionen Handel und Dienstleistungen zu setzen, und ist für die Veranstalter Bestärkung, sich weiter für den Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit beiden Ländern stark zu machen.

Gemütlicher Ausklang nach dem Wirtschaftsforum auf
Einladung von DAW-Mitglied Gani Dreshaj im La Vela

Auf Einladung von DAW-Mitglied Gani Dreshaj trafen sich zahlreiche am Forum teilnehmende Freunde Albaniens im Restaurant La Vela am Fischmarkt an der Elbe in Hamburg-Altona. Sein Vertreter Christian Fong konnte neben DAW-Präsident Hans-Jürgen Müller und seiner Frau, die langjährige Geschäftsführerin Anette Kasten, DAW-Vizepräsident Thomas Wittstadt, DAW-Geschäftsführer Michael Alber, Ornela Alickaj von der albanischen Botschaft sowie Unternehmer und Berater aus Deutschland und Albanien zum Austausch anlässlich eines gemeinsa­men Essens begrüßen. In angenehmer Atmosphäre setz­ten die Gäste die Gespräche über die wirtschaftliche Beur­teilung von Lage und Perspektiven der Zusammenarbeit fort. Es bestand übereinstimmend das Interesse den eingeleiteten Dialog auf einer weiteren Veranstaltung der DAW fortzusetzen. DAW-Präsident Müller sprach hierzu insbesondere das für den albanischen Nationalfeiertag am 28. November 2016 in Berlin geplante Wirtschaftsforum an.