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Land und Leute

Das Land Albanien liegt am westlichen Rand der Balkaninsel. Es grenzt im Nordwesten an Montenegro, im Osten an das Kosovo und Mazedonien sowie im Süden an Griechenland. Zum Westen grenzt Albanien an die Adria und das Ionische Meer. Albanien ist einer der Anreinerstaaten des Mittelmeeres.

Der Name Albanien leitet sich vom lateinischen Begriff „albus" (weiß) ab - Land der weißen Berge. Nach der heimischen Bezeichnung nennt sich das Land „Shqiperia - Land der Adler" (Skiftereve, Skipetareve). Sein heutiger offizieller Name lautet „Republika e Shqiperise" (Republik von Albanien). Die Landesfläche von Albanien beträgt 28.748 qkm. Dies entspricht in etwa der Größe Nordrhein-Westfalens.

Albanien zählt etwa 3,5 Millionen Einwohner. Einige hunderttausend Albaner leben in Griechenland und Italien, über 500 000 in Mazedonien und fast 2 Millionen im Kosovo und Montenegro. Es ist ethnisch eines der homogensten Länder der Welt. Rund 98 Prozent der Bevölkerung sind Albaner; Griechen und Mazedonier bilden mit 1,8 Prozent bzw. 0,1 Prozent eine Minderheit. Die Bevölkerung Albaniens ist eine der jüngsten in Europa. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 26 Jahren. Etwa 27 Prozent der Einwohner sind unter 15 Jahre alt und nur 8 Prozent älter als 65 Jahre.

Offizielle Sprache in Albanien ist das Albanische, das einen eigenständigen Zweig innerhalb der indogermanischen Sprache bildet und zwei Hauptdialekte aufweist: Gegisch im Norden und Toskisch im Süden. Nach der kommunistischen Machtübernahme wurde der toskische Dialekt zur Standardsprache erklärt und als Amtssprache eingeführt. Die albanische Sprache wird heute von etwa sechs Millionen Menschen in einem zusammenhängenden Sprachgebiet - in Albanien, in Kosovo sowie in den angrenzenden Gebieten von  Montenegro und Mazedonien und in den Nachbarländern Italien und Griechenland gesprochen. Dazu kommt noch eine große Zahl von albanischen Ansiedlungen aus spätbyzantinischer und osmanischer Zeit, vor allem in den Nachbarländern, in Italien und Griechenland sowie in vereinzelten Orten Bulgariens und Dalmatiens.

Albanien gliedert sich in 35 Bezirke und den Hauptstadtdistrikt Tirana. Tirana wurde 1614 gegründet und 1920 Hauptstadt von Albanien. Tirana ist zugleich mit fast einer Million Einwohnern nicht nur die bevölkerungsreichste Stadt, sondern auch das politische, wirtschaftliche, kulturelle und geistige Zentrum des Landes. Durrës ist mit über 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt, ein bedeutendes Industriezentrum und der Haupthafen Albaniens. Elbasan ist mit 85.300 Einwohnern die drittgrößte Stadt. Vlora ist eine bekannte Hafenstadt mit bedeutender Bitumen- und Salzgewinnung. Sie ist die zweitwichtigste Hafenstadt des Landes und besitzt zahlreiche Öl- und Wasserquellen im Hinterland. Kruja, auch „Balkon der Adria“ (600 m ü. d. M.) genannt, thront hoch auf einem Bergmassiv nördlich von Tirana. Die mittelalterliche Stadt war einst der Stammsitz des Nationalhelden Skanderbeg (1405 – 1468), der Mittel- und Nordalbanien 18 Jahre lang erfolgreich gegen die eindringenden osmanischen Heere verteidigte. Shkodra ist das Zentrum im Norden Albaniens.

Albanien ist ein gebirgiges Land an der westadriatischen Küste. Seine höchste Erhebung beträgt mit dem Berg Korab 2.751 m. Die Topographie Albaniens hat auch dazu beigetragen, dass es innerhalb Europas weitgehend isoliert war. Ausgedehnte Laubmischwälder aus Eichen, Ulmen und Buchen sowie Tannen und Kiefern überziehen im Binnenland die Gebirgsketten bis in 1.800 m Höhe. In der darauf folgenden subalpinen Region dominieren Zwergsträucher und Matten. Die Tierwelt im Hochgebirge ist artenreich. Die meisten der zahlreichen Flüsse Albaniens entspringen im gebirgigen Osten und fließen in die Adria. Die drei größten sind der Drin, Shkumbien und Mat. Es gibt drei große Seen, die alle an der Grenze liegen: im Nordwesten der Shkodra-See und im Osten der Ohrid-See und der Prespa-See.

In Albanien herrscht vorwiegend Mittelmeerklima, mit milden, regenreichen Wintern und heißen, trockenen Sommern; strenge Wintern herrschen hauptsächlich in den Gebirgslagen des Landes. Vom Mai bis Oktober ist Schwimmen im Meer möglich; die Wassertemperaturen liegen bei 23 Grad Celsius. An der Küste des Landes kann man von 270 bis 300 sonnige Tage im Jahr ausgehen. Der heißeste Monat ist der Juli und der kälteste der Januar. Die mittleren Temperaturen betragen im Januar 8 Grad Celsius und im Juli 30 Grad Celsius. Wegen der geringen Bevölkerungsdichte und Industrie ist die Natur in Albanien unberührt und die Landschaften abwechslungsreich. Die einzigartigen Arten an Flora und Fauna machen Albanien bezogen auf seine Größe zu einem der artenreichsten Länder Europas. Dazu sind Albaniens Gastfreundschaft und seine alte Kultur wichtige Bestandteile für die Entwicklung des Tourismus im Land.

 

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